Flexibilität zahlt sich aus

Wer nach der Lehre wechselt, ist im Vorteil. Das zeigt eine Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Berufliche Flexibilität zahlt sich nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern schon nach dem Ende der Berufsausbildung aus. Junge Leute, die bereit seien, nach der Lehre die Abteilung oder gar den Betrieb zu wechseln, verdienten im Schnitt deutlich mehr als weniger flexible Auszubis, ergab eine Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Während übernommene Auszubildende, die nach ihrer Lehre weiter in ihrer Abteilung arbeiteten, im Mittel brutto 2070 Euro verdienten, habe der Wechsel in einen anderen Bereich des Lehrbetriebs das monatliche Einstiegsgehalt im Mittel auf 2580 Euro gesteigert. Wer nach der Ausbildung den Betrieb, nicht aber den Beruf wechselte, erhielt im Mittel 2280 Euro.

Mit den geringsten Einstiegsgehältern mussten sich nach IAB-Erkenntnissen Ausbildungsabsolventen zufrieden geben, die nach dem Ende der Lehre vorübergehend arbeitslos wurden. Bereits nach drei Monaten Arbeitslosigkeit konnten junge Leute nur noch mit einem mittleren Einstiegsgehalt von 1730 Euro rechnen, bei längerer Arbeitslosigkeit sogar nur noch mit 1620 Euro.

Das IAB befragte 15 000 junge Leute, die in den Jahren 2013 oder 2014 ihre Ausbildung abgeschlossen hatten. (dpa)