Sportkurs Windsurfen im Beruflichen Gymnasium

Bericht eines Schülers von den ersten Tagen:

„Erster Tag auf Fehmarn: Segel aufbauen, Vorliek strecken, Achterliek trimmen, alles noch fremd. Dann auf dem Wasser, bei 12 Knoten Windgeschwindigkeit – der Einführungskurs vor vier Wochen am Steinhuder Meer zeigt Früchte – irgendwie kommen alle mit dem wackeligen Gerät zurecht. Von woher kommt der Wind, wie halte ich das Segel, wie stehe ich richtig auf dem Brett, wie verändere ich die Richtung, wie fahre ich schneller? Ganz schön komplexe Angelegenheit!

Zweiter Tag, der Wind steht gut, fast alle können halbwegs Höhe halten. Wir lernen, an die Stelle zurückzukehren, von der aus wir gestartet sind. Und dies mehr oder weniger elegant, mal durch „Luv“, mal durch „Lee“. Dann voller Übermut Kurs auf das gegenüberliegende Ufer, etwa 4 km entfernt, ob wir das schaffen? Der Lehrer vorneweg, die Schüler wie Enten hinterher. Alle kommen heile zurück, wenn auch völlig erschöpft.

Am dritten Tag dann die „Pflicht“. Einer nach dem Anderen fährt vor, die Lehrer vergeben Punkte. Gerecht, ungerecht? Das müssen Schüler aushalten können: Lehrer haben immer recht!? Danach die „Kür“ auf kleinen Brettern im Trapez hängend über das Wasser gleiten. Als Belohnung gibt es das unvergessliche Gefühl:

Wir können es!

Was haben wir bei dem Kurs nicht alles gelernt! Wie cool sich surfen anfühlt, trotz Muskelkater, Sonnenbrand und Blasen an den Händen. Wie wir uns in der Surfszene nicht mehr wie Deppen, bewegen können, sondern dazu gehören. Wie wir in unserer Gruppe klar kamen, uns unterstützten und aufmunterten.“

Zum Windsurfkurses gehören sieben Tage disziplinierte Schulung mit praxisorientierter Theorie und hartem Training auf dem Wasser. Ca. 20 Schülerinnen und Schüler, vorwiegend ohne Vorerfahrung, stellen sich der Herausforderung die Ostsee zu erobern und über die See zu gleiten. Es wird nichts verschenkt, schon gar nicht von den beiden Lehrern, die bis in den Sonnenuntergang hinein auf dem Wasser zeigten, dass sich die Anstrengung lohnt.