Exkursion zur Hochschule Hannover: Technik-Elektrotechnik-Kurs schnuppert Hochschulluft

Technik-Elektrotechnik-Kurs schnuppert Hochschulluft an der HsH

Am Freitag, den 30.10.26, verbrachte der Technik-Elektrotechnik-Kurs des 13. Jahrgangs einen Exkursionstag an der Hochschule Hannover (HsH). Ziel des Besuchs war es, moderne ingenieurwissenschaftliche Labore kennenzulernen, praxisnahe Einblicke in die Arbeitswelt zu erhalten und sich über Studienmöglichkeiten zu informieren.

1. Station: Labor „Modellprojekt Industrie 4.0“
Den Auftakt bildete das Labor für Industrie 4.0, in dem die Vernetzung und Automatisierung moderner Produktionsprozesse veranschaulicht wurde. In der Anlage werden Medikamentenboxen für Patienten in Krankenhäusern oder Pflegeheimen exemplarisch befüllt.

Die Anlage: Anhand eines modularen Systems aus Aktoren, Sensoren, Saugnäpfen und Greifern wurde demonstriert, wie smarte Fabriken funktionieren. Die Medikamentenboxen werden mit unterschiedlichen Kügelchen (Tabletten) für morgens, mittags und abends befüllt.

Qualitätssicherung: Die Schüler:innen erlebten live, wie die Anlage vollautomatisch prüft, ob das Gewicht stimmt, die Anzahl der Tabletten exakt ist und diese für die Einnahme richtig positioniert sind.

AR- vs. VR-Brillen: Ein besonderes Highlight war die Vorstellung von AR-Brillen (Augmented Reality). Im Gegensatz zu VR-Brillen (Virtual Reality), die die reale Umwelt komplett ausblenden, verbindet die AR-Technologie die reale Welt mit digitalen Zusatzinformationen. Anhand von Großanlagen wurde gezeigt, wie Techniker durch ein Display direkt zum Ort einer Fehlermeldung navigiert werden, während sie sich sicher durch die Anlage bewegen.

2. Station: Praktisches Arbeiten im SPS-Labor
Nach dem Einblick in die Industrie 4.0 ging es direkt in die Praxis: Im Labor für Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) durften die Schüler:innen selbst aktiv werden.

In Zweierteams programmierten sie ein Fließbandmodell und mussten dabei auch gezielt auf Fehlersuche gehen.
Diese praktische Herausforderung und das direkte Ausprobieren am Modell machten allen Teilnehmenden sichtlich Spaß und verdeutlichten die Relevanz programmiertechnischer Grundlagen.

3. Vorlesungsatmosphäre und das Orientierungssemester
Nach einer wohlverdienten Mittagspause stand der Besuch einer Grundlagenvorlesung auf dem Programm.

Wissenstest bestanden: Hier stellten die Schüler fest, dass sie dank ihrer Vorbildung an der BBS ME Inhalten erstaunlich gut folgen konnten. Am Ende nutzten sie die Gelegenheit dem Professor Verständnisfragen zu stellen.

Das Orientierungssemester: Zum Abschluss informierte die Hochschule über ein Angebot für Unentschlossene: Im Rahmen eines Orientierungssemesters können Studieninteressierte in Fachbereiche wie Maschinenbau, Elektrotechnik oder Informatik hineinschnuppern. Der große Vorteil: Bereits im Orientierungssemester erfolgreich absolvierte Prüfungen können später für ein reguläres Studium angerechnet werden.

Fazit
Der Ausflug an die Hochschule Hannover war ein voller Erfolg. Er hat nicht nur gezeigt, wie gut das schulische Fachwissen auf ein technisches Studium vorbereitet, sondern auch wertvolle Orientierung für die Zeit nach dem Abitur geboten.